"Wir haben dafür landesweit bereits über 16 000 Unterschriften gesammelt." Die Aktion gehe weiter. "Die Angleichung der Renten muss spätestens bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts abgeschlossen sein."
Im Vergleich zu den Westrenten lägen die Bezüge älterer Menschen in den neuen Länder heute erst bei 87,5 Prozent. Mit den gegenwärtigen geringen jährlichen Anpassungen würde sich der Prozess noch über Jahrzehnte hinziehen. "Das ist für unsere Senioren nicht hinnehmbar", kritisierte Bossow. Das Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern sei Vorreiter und habe bereits eine Bundesratsinitiative gestartet. "Die Landesregierung in Brandenburg muss jetzt schnell nachziehen."
Zugleich warnte der Chef des Seniorenrates das Land vor finanziellen Kürzungen. "Trotz der dramatischen Engpässe bei den Landesfinanzen darf im Bereich der Betreuung alter Menschen nicht gespart werden." Jeder vierte Brandenburger sei heute älter als 60 Jahre. Durch die demographische Entwicklung werde es schon in einigen Jahren deutlich mehr Betagte geben.
Für die Arbeit des Seniorenrats ist ehrenamtliches Engagement entscheidend. "Wir verfügen heute über 1100 ehrenamtliche Mitarbeiter", sagte Bossow. Allerdings verursachten vor allem Fahrten, Schulungen oder Telefongespräche Kosten, die das Land zu 98 Prozent trägt. (dpa/bra)