Attraktiver könne gerade für jüngere Wähler auch E-Voting über das Internet oder per SMS sein. Dafür gebe es bereits ein Vorbild in Europa, erklärte der Oppositionsführer: "Das wird schon seit 2007 in Estland praktiziert, mit wachsender Beteiligung." Zum Start hätten rund 30 000 Esten das E-Voting genutzt, 2011 seien es bereits 140 000 Wähler gewesen.

Um die vielen Verweigerer zur Abstimmung zu bewegen, sollte sich die Wahlmöglichkeit zudem nicht nur auf die Vorschläge der Parteien und unabhängige Kandidaten beschränken, erklärte Senftleben. "Der Wähler müsste wie in Portugal auch mit Nein oder Enthaltung stimmen dürfen, wenn er mit keinem der Vorschläge einverstanden ist." Auch die Entsendung eines Stellvertreters mit Vollmacht, wenn ein Bürger am Wahltag verhindert ist, sei ein gutes Mittel. Das gebe es in Großbritannien und Frankreich. "Alle diese Vorschläge sollten wir mit Fachleuten im Landtag beraten", sagte Senftleben.