November 2016 erfahren, wie sie einen berufsorientierten Austausch für deutsche und polnische Jugendliche organisieren können. "Ziel ist aber nicht, Polen für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen, sondern ihre Chancen in Polen durch ein Praktikum bei einem renommierten deutschen Unternehmen zu stärken," sagt Teilnehmer Rainer Gallen von der St.-Hedwig-Stiftung in Dortmund. Er vermittelt seit mehr als 15 Jahren Praktikumsplätze für polnische Studenten. Finanziert werden solche Praktika vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW), dem Organisator der Konferenz.

Wie Mitarbeiter Szymon Kopiecki betont, gehe es nicht in erster Linie darum, dass die Jugendlichen einen passenden Beruf finden, sondern ihre "Soft skills" stärken - Charaktereigenschaften, die ihnen im beruflichen und privaten Alltag zugutekommen: mehr Selbstsicherheit und schnelle Anpassung an neue Situationen etwa. Solche Angebote nehmen polnische Jugendliche gerne an. Viele deutsche Schüler und Studenten dagegen bevorzugen einen Austausch mit westlichen Ländern wie Frankreich und Spanien. Das liege an der Sprachbarriere, da die wenigsten polnisch beherrschen, erklärt DPJW-Chef Stephan Erb.

Immerhin entscheiden sich mittlerweile mehr deutsche Schüler für Polen als noch vor zehn Jahren. Bei Weitem seien es aber nicht so viele wie auf polnischer Seite. Das werde sich auch in nächster Zeit nicht ändern, lautet die verhaltene Prognose.