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Selbstmordattentat auf Militärkonvoi in Kabul

Kabul.. Ein Selbstmordattentäter hat gestern nahe der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Anschlag auf einen ausländischen Militärkonvoi verübt. „Es war ein Selbstmordanschlag mit einem Auto gegen ausländische Soldaten“ , sagte Polizeisprecher General Alischa Paktiawal.

Außer dem Attentäter sei niemand getötet worden. Der Nato-geführten Afghanistanschutztruppe Isaf zufolge richtete sich das Attentat offenbar gegen einen ihrer Konvois. Laut Isaf wurden im Osten des Landes zwei Nato-Soldaten getötet. Nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums starben im Süden bei neuen Kämpfen 33 radikalislamische Taliban.
Unterdessen ist in Afghanistan ein Massengrab aus der sowjetischen Besatzungszeit mit vermutlich Hunderten Leichen entdeckt worden. Ein Zeitzeuge habe den Hinweis auf das Grab am nördlichen Stadtrand von Kabul bei einem ehemaligen sowjetischen Stützpunkt gegeben, teilten die afghanischen Behörden gestern mit. Es handele sich um ein unterirdisches Gefängnis, in dessen Zellen Gefangene bei lebendigem Leib begraben worden seien, sagte der Zeuge dem britischen Rundfunksender BBC.
In Pakistan sind zudem zwei deutsche Staatsbürger nach Angaben aus Sicherheitskreisen unter Terrorverdacht festgenommen worden. Ein Offizier des Grenzschutzes in der südwestpakistanischen Stadt Quetta sagte gestern, die beiden Brüder türkischer Herkunft hätten Verbindungen zu Al Quaida und in Afghanistan ein Trainingscamp von Terroristen besucht. Sie seien von Afghanistan nach Pakistan gereist und hätten auf ihrem Weg zurück nach Westeuropa versucht, die Grenze zum Iran zu überqueren. Die beiden Männer seien Ende 20 oder Anfang 30 hätten sowohl einen deutschen als auch einen türkischen Pass. (AFP/dpa/das)