Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira meldete sieben Tote, unter ihnen ein Polizist. 27 Menschen wurden nach Zeugenangaben verletzt. Am Donnerstag waren bei der schwersten Anschlagsserie seit August in der Hauptstadt mehr als 70 Menschen getötet worden.

Armee tötet Darfur-Rebellenchef

Die sudanesische Armee hat nach eigenen Angaben den Anführer der wichtigsten Rebellengruppe in Darfur getötet. Dies berichtete die sudanesische Nachrichtenagentur Suna am Sonntag. Für den Tod Khalil Ibrahims von der „Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit“ (JEM) gab es zunächst keine unabhängige Bestätigung. Sein Tod wäre ein schwerer Rückschlag für die JEM-Rebellen, die für mehrere große Angriffe im Sudan verantwortlich waren. Er war erst kürzlich nach dem Fall des Regimes von Muammer al-Gaddafi aus dem libyschen Exil zurückgekehrt.

Flüchtlingsdrama vor der Küste Kubas

Bei einem Flüchtlingsdrama vor der Küste Kubas sind mindestens 38 Menschen aus Haiti ums Leben gekommen. 87 Bootsflüchtlinge konnten gerettet werden, wie der kubanische Zivilschutz am Samstag mitteilte. Das Unglück ereignete sich rund 100 Meter vor Punta de Maisí. Das Flüchtlingsboot habe Leck geschlagen und sei in Seenot geraten, teilten die kubanischen Behörden mit. Das Boot sei bereits halb gesunken gewesen, als es von der Küstenwache des Karibikstaats gesichtet worden sei.

Iranerin Aschtiani droht doch Todesstrafe

Eine iranische Ehebrecherin muss wieder um ihr Leben bangen. Ihr droht der Tod durch den Strang. Sakineh Mohammadi-Aschtiani, die bislang nur zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, soll ihrem Liebhaber geholfen haben, den Ehemann zu töten. Das teilte der Leiter der Justizbehörde in der Provinz Aserbaidschan im Westiran, Malek Edschdar-Scharifi, am Montag mit. Die Justiz hatte die 43-Jährige ursprünglich wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt. Nach internationalen Protesten wurde dieses Urteil nicht vollstreckt.

Protestmarsch im Jemen endet tödlich

Ein tagelanger Protestmarsch gegen den scheidenden jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih hat am Wochenende ein tödliches Ende genommen. Dem Machthaber nahestehende Soldaten eröffneten am Samstag das Feuer auf die Demonstranten. Mindestens 14 Menschen starben. Die Übergangsregierung bemühte sich am Montag um eine Beruhigung der Lage. Zwar will Langzeitdiktator Salih das Land vorübergehend verlassen, aber die Proteste dauerten an.