Das Überschwemmungsrisiko bei Hochwasser entlang der Schwarzen Elster kann erheblich reduziert werden. Das hat eine vom Land Brandenburg in Auftrag gegebene und bei der Hochwasserkonferenz in Falkenberg (Elbe-Elster) vorgestellte Machbarkeitsstudie ergeben. Analysiert wurde die Aufnahmekapazität des Speichers Niemtsch (Senftenberger See), der Seenkette Bluno und der Restlochkette (Partwitzer-, Sedlitzer-, Geierswalder- und Großräschener See). Ermittelt wurde ein Volumen von 35 bis 40 Millionen Kubikmeter Wasser, das "zwischengeparkt" werden könne. Allerdings sind dazu Investitionen von 15 bis 20 Millionen Euro nötig, um unter anderem neue Überleiter zu bauen beziehungsweise vorhandene zu ertüchtigen.

Das Allheilmittel ist die Flutung für die Anlieger im unteren Flusslauf dennoch nicht. Dort bringen Große Röder und Pulsnitz erneut große Mengen Wasser. Vertreter der Bürgerinitiative Senftenberg, die die Machbarkeitsstudie gefordert hatten, fühlen sich bestätigt. Ihren Auffassungen zufolge sei sie zehn Jahre zu spät in Auftrag gegeben worden. Mit den jetzigen Erkenntnissen hätten die Überschwemmunggebiete nicht so groß ausgelegt werden müssen, hieß es. Ermittelt wurde auch, dass entlang des Flusslaufes 160 Quadratkilometer Überflutungsflächen zur Verfügung stehen. Vorgestellt wurden die Hochwasserschutzmaßnahmen in den Städten Herzberg, Bad Liebenwerda, Elsterwerda, Ortrand und Lauchhammer, die ab 2017 umgesetzt werden sollen. Für den Hochwasserschutz an der Elster seien allein 150 Millionen Euro nötig. Brandenburg gibt momentan jährlich 50 Millionen Euro für das gesamte Land aus.