Die Sprengungen in diesem Jahr verursachten nach Schätzungen der Polizei insgesamt Schäden von etwa 2,5 Millionen Euro. Zudem erbeuteten die Täter in mindestens drei Fällen Geld in unbekannter Höhe. Verletzt wurde niemand - obwohl die Explosionen zumeist durch Einleiten von Gas herbeigeführt wurden.

Im Juli war in Potsdam eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Länder Berlin und Brandenburg zu Angriffen auf Geldautomaten gegründet worden.

Die Schäden entstanden größtenteils an Gebäuden. Im Juni wurde etwa in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz) ein Geldautomat in einer Bank gesprengt und dabei ein angrenzender Supermarkt komplett zerstört.

Den ersten Fall des Jahres gab es am 5. Januar in Berge (Prignitz), zuletzt knallte es in der Nacht zum 26. November in Groß Leuthen (Dahme-Spreewald). Dabei zerstörte die Druckwelle den Vorraum einer Genossenschaftsbank, hob das Dach des Hauses an und brachte eine Wand zum Einsturz. Weitere Taten gab es im Mai in Baruth/Mark (Teltow-Fläming), im Juni in Vehlefanz (Oberhavel) und im Oktober in Bad Wilsnack (Prignitz).

Nicht in den Zahlen enthalten sind Fälle, in denen mit anderen Methoden Geld aus Automaten erbeutet wurde. Im Februar stahlen beispielsweise Unbekannte in einem Freizeitpark in Wustermark (Havelland) einen kompletten Geldautomaten. Er wurde am nächsten Tag im Wald gefunden - aufgebrochen und ausgeräumt.