"Das ganze Jahr über gibt es unterschiedliche Lehrgänge zur Qualifizierung von Meistern und Fachangestellten für Bäderbetriebe", sagt Klaus-Dieter Helm vom Regierungspräsidium Chemnitz. Helm ist verantwortlich für die Abnahme der Prüfungen und zugleich Vorsitzender des Vereins Landesschwimmmeisterschule.
Die Teilnehmer, die ihre Fortbildung zumeist aus eigener Tasche bezahlen müssen, kommen aus der gesamten Bundesrepublik an die sächsische Einrichtung. "Eine Schule mit vergleichbarem Profil gibt es mit der Bundesschwimmmeisterschule nur noch in Duisburg", erklärt Helm. Zielgruppen sind hauptberufliche Schwimmmeistergehilfen und Fachangestellte von Bädern sowie Rettungsschwimmer, die sich weiterbilden wollen. Miami-Beach-Feeling kommt während der Lehrgänge im Erzgebirge allerdings kaum auf. Die Teilnehmer müssen einen straffen Stundenplan mit mehreren Prüfungen absolvieren.
Tabea Klapputh arbeitet als Schwimmmeisterin in Havelberg (Kreis Stendal). Sie möchte nach Abschluss der Fortbildung in Breitenbrunn selbst Lehrlinge in ihrer Heimat ausbilden. Gute Zukunftschancen im Berufsleben nach Abschluss der Qualifizierung im Erzgebirge erwartet auch Harry Behne. Der junge Mann arbeitet derzeit als Schwimmmeister im Frei- und Hallenbad von Neuburg an der Donau (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen).
Zwar steht Retten und Erstversorgen von verunglückten Badegästen ganz oben auf dem Plan, allerdings ist die Ausbildung viel breiter gefächert: Besucherbetreuung, Schwimmunterricht, das Organisieren und Beaufsichtigen des Badebetriebes, die Wartung und Bedienung der Bädertechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde runden den Lehrstoff ab. Und natürlich müssen die Meister des nassen Elementes auch ihre eigenen Schwimmkünste unter Beweis stellen.