Der Kapitän eines Ausflugsdampfers der Weißen Flotte hatte vor sich im Wasser einen Schwimmer gesichtet und die Retter alarmiert, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Ob es einen Zusammenstoß gab, wie die „Dresdner Morgenpost“ (Donnerstag) berichtete, konnten die Ermittler noch nicht sagen. „Fest steht nur, dass der Mann bereits tot aus dem Wasser geholt wurde“, sagte ein Polizeisprecher. Noch am Donnerstag sollte die Staatsanwaltschaft über eine Obduktion der Leiche entscheiden.

Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Dresden ist das Baden in der Elbe grundsätzlich erlaubt. Lediglich in der Nähe von Brücken, Wehren oder Anlegestellen ist Schwimmen untersagt. „Die Elbe ist kein ungefährliches Badegewässer und wird oft unterschätzt“, sagte WSA-Leiter Klaus Kautz der Nachrichtenagentur dpa. Strömungen, Strudel und vor allem der rege Schiffsverkehr müssten beachtet werden. An Unfälle in den vergangenen Jahren, bei denen Schwimmer auf der Elbe mit einem Schiff kollidierten, könne er sich allerdings nicht erinnern, sagte Kautz.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen rät unterdessen vom Baden in der Elbe ab. „Derart stark befahrene Fließgewässer sind gefährlich“, sagte Sprecher Torsten Wieland. Größere Schiffe könnten nicht schnell genug ausweichen, zudem würden sie meist vom Heck aus gesteuert. „Am Bug entsteht dann ein weißer Fleck.“

Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft sind in Sachsens Gewässern im vergangenen Jahr 26 Menschen ertrunken.