Das ist eine gute Nachricht für die Lausitz.

Unklar ist aber, wie die Tschechen mit Braunkohleverstromung so viel verdienen können, dass sie ihre Anteilseigner zufriedenstellen und ausreichende Rücklagen für die Rekultivierung der ausgebeuteten und umgewühlten Landstriche bilden können. Die Superreichen aus dem Nachbarland, EPH-Mitgründer Daniel Kretinsky und sein Geldgeber, der Milliardär Petr Kellner, wetten nur darauf, dass mit der Braunkohle übergangsweise Profite möglich werden. Das hängt auch von der Verlässlichkeit der Bundesregierung bei der Energiewende ab.

Klimaschützer stört, dass es zunächst weitergehen soll mit der Kohle. Allerdings müssten die Kritiker erst einmal schlüssig aufzeigen, wie das anders sozial verträglich denkbar wäre. Drei Jahrzehnte sind bei der wirtschaftlichen Umsteuerung einer ganzen Region nämlich nicht zu viel Zeit.

oliver.haustein-tessmer@lr-online.de