Die NATO-geführte ISAF teilte mit, im Distrikt Pandschwai in der Provinz Kandahar sei es zu einer Anzahl von Gefechten gekommen.

ISAF-Soldaten seien am Samstag von Rebellen beschossen worden und hätten das Feuer erwidert. Die ISAF habe zudem Luftangriffe geflogen. Fünf Rebellen seien getötet und drei ISAF-Soldaten verletzt worden. In der Provinz Kandahar plant Deutschland den Bau einer Straße.

Zu Gefechten sei es am Vortag auch in der Provinz Urusgan gekommen, teilte die ISAF weiter mit. Dort hätten zahlreiche Rebellen ISAF-Truppen angegriffen. Die Soldaten hätten zurückgeschossen, die Schutztruppe habe Luftangriffe geflogen. Etwa 50 Rebellen seien getötet worden, auch ein ISAF-Soldat sei ums Leben gekommen. Zur Nationalität des getöteten und verletzten Soldaten machte die ISAF wie üblich keine Angaben. In Urusgan sind vor allem Niederländer, in Kandahar vor allem Kanadier stationiert.

Bei einem Selbstmordanschlag in der südostafghanischen Provinz Paktika riss ein Attentäter am Sonntag sieben Zivilisten mit in den Tod, 20 Menschen wurden verletzt. Provinzgouverneur Akram Khepilwak sagte, der Attentäter habe sich in einem Restaurant in der Provinzhauptstadt Urgun in die Luft gesprengt. Ein anwesender Armeekommandeur sei unverletzt geblieben.

Bei dem NATO-Gipfel in Riga wird es auch um den umkämpften Süden Afghanistans gehen. Mächtige NATO-Verbündete wünschen sich auch deutsche Truppen im Kampfgebiet, was die Bundesregierung ablehnt. Deutschland will sich aber stärker beim Wiederaufbau im Süden engagieren und plant den Bau einer 4,5 Kilometer langen Straße im unruhigen Distrikt Pandschwai.