10 000 Menschen versammelten sich Hilfsorganisationen zufolge nahe der geschlossenen Grenzübergänge.

Die Bundesregierung appellierte an Russland, seiner Verantwortung für die Lösung des Syrien-Konflikts gerecht zu werden. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Regierungen, die für die Angriffe auf Aleppo verantwortlich seien, "die scheinen ein Scheitern der Bemühungen um eine politische Lösung in Kauf zu nehmen". Moskau wies die Schuldzuweisungen zurück.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Türkei indes aufgefordert, mit der Umsetzung des Abkommens zur Flüchtlingskrise zu beginnen. "Es kommt jetzt darauf an, dass die Türkei ihre Verpflichtungen erfüllt, sprich den Arbeitsmarkt öffnet für Flüchtlinge, dafür sorgt, dass die Grenzen der Türkei tatsächlich kontrolliert werden", sagte er am Freitag bei einem EU-Ministertreffen in Amsterdam. Die türkische Regierung fürchtet bis zu 70 000 Flüchtlinge aus der Region um Aleppo. Das Land hat bereits 2,5 Millionen Syrer aufgenommen.