Die Parlamentarier bereisten am Donnerstag und Freitag Brandenburg und besichtigten auch ein Kraftwerk und einen Tagebau von Vattenfall in der Lausitz.

"Wir sind klar gegen einen Verkauf von Vattenfall-Betrieben in Deutschland", sagte Vestlund anschließend. Er habe den Eindruck, dass es eine Strategie gebe, die Umweltprobleme der Kohleverstromung zu lösen. Der Chef des schwedischen Staatskonzerns, Øystein Løseth, hatte vor einer Woche Überlegungen öffentlich gemacht, Kohlekraftwerke in Deutschland und den Niederlande verkaufen oder still legen zu wollen. Er begründete das mit rein finanziellen Aspekten angesichts der ab 2013 deutlich steigenden Ausgaben für CO2-Zertifikate. Diese Äußerung hatte in der Lausitz für große Verunsicherung gesorgt. Vattenfall betreibt in der Region drei Braunkohlekraftwerke, von denen das älteste in Jänschwalde (Spree-Neiße) nach 2020 das Ende seiner Laufzeit erreicht und nach bisherigen Plänen durch einen Neubau ersetzt werden soll. Zusammen mit den dazu gehörigen Tagebauen hängen etwa 7000 Arbeitsplätze direkt an der Kohleförderung und -verstromung.