Er sei "wieder ein Stück weitergekommen in der Entwicklung Sachsens", sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am gestrigen Donnerstagvormittag zufrieden. Der höchstwahrscheinlich nächste Vize-Regierungschef Sachsens, SPD-Chef Martin Dulig, verkündete ebenso zufrieden, man habe gemeinsam "Sachsen auf Zukunft eingestellt".

Der 110 Seiten starke Vertrag mit dem Titel "Sachsens Zukunft gestalten" schreibt in vielen öffentlichen Bereichen Personalaufstockung fest. So sollen in den nächsten fünf Jahren 6100 neue Lehrer eingestellt werden, dazu 400 zusätzliche Polizisten pro Jahr. Bewegung gibt es auch beim Knackpunkt Kita-Betreuung. Hier stimmte die CDU unter dem Druck der Sozialdemokraten einer Absenkung des Personalschlüssels zu: Bis zum Jahr 2018 soll eine Kita-Betreuerin für zwölf statt bislang 13 Kinder zuständig sein. Pro Krippenerzieherin werden dann fünf Kinder statt sechs veranschlagt.

Nichts Neues gibt es dagegen beim Thema Braunkohle - zum großen Bedauern der sächsischen Grünen, die vor vier Wochen aus den Sondierungsgesprächen mit der CDU ausstiegen. Der Grünen-Vorsitzende Volkmar Zschocke warf gestern der SPD vor, das "von Schwarz-Gelb vorbereitete politische Todesurteil für mehrere Dörfer in der Lausitz" zu unterschreiben.

Kommentar & Sachsen Seiten 2 & 4