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Schuss am Flughafen Tegel

ARCHIV - Blick am 20.04.2016 auf den Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“ in Berlin. Der Vorstoß von Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) für einen dauerhaften Weiterbetrieb des Flughafens Berlin-Tegel hat Konsequenzen. Für den 15. August wurde auf Initiative der Länder Brandenburg und Berlin eine Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft (FBB) einberufen.
ARCHIV - Blick am 20.04.2016 auf den Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“ in Berlin. Der Vorstoß von Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) für einen dauerhaften Weiterbetrieb des Flughafens Berlin-Tegel hat Konsequenzen. Für den 15. August wurde auf Initiative der Länder Brandenburg und Berlin eine Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft (FBB) einberufen. FOTO: Sophia Kembowski (dpa)
Berlin.. Waffen sind in Passagierflugzeugen eigentlich verboten. Ausnahmen gibt es unter anderem für Polizisten. Um Gefahren zu vermeiden, gibt es bestimmte Vorschriften für den Umgang mit Pistolen. Das schließt Pannen nicht aus. dpa/bob

Im Berliner Flughafen Tegel hat ein Leibwächter des Landeskriminalamtes (LKA) aus Versehen einen Schuss aus seiner Dienstpistole abgegeben. Der Schuss habe sich am Montagmorgen kurz vor dem Einsteigen in das Flugzeug gelöst, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Kugel habe die Hülle der Fluggastbrücke, die vom Gebäude zur Tür der Maschine führt, durchschlagen. Der Vorfall ereignete sich demnach um 7.55 Uhr. Der Flug nach Köln startete mit deutlicher Verspätung. Die Bundespolizei nahm Ermittlungen auf.

Wen der Leibwächter der Berliner Polizei begleitete, wurde nicht mitgeteilt. Über den Vorfall hatte zuvor die Zeitung „B.Z.“ berichtet. Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hatte dazu getwittert.

Der Leibwächter wollte möglicherweise vor dem Einstieg in das Flugzeug die Munition aus seiner Pistole nehmen. Ein anderer Passagier in dem Flugzeug twitterte zu dem Vorfall und dem Leibwächter: „Schutzperson sagte er ist neu. Waffe sollte lt. Kapt. Ins Cockpit, ohne Mun.“ Der Bundespolizeisprecher sagte: „Wir äußern uns nicht dazu, ob und wie diese Waffen entladen werden und wann und wo sie abgegeben werden.“

Politiker und andere gefährdete Menschen werden von Leibwächtern, sogenannten Personenschützern, der Landeskriminalämter und dem Bundeskriminalamt (BKA) begleitet.

In Berlin beschützen LKA-Leibwächter den Regierenden Bürgermeister und den Innensenator, einige Botschafter und Vertreter der jüdischen Gemeinde sowie seit kurzem auch die muslimische Frauenrechtlerin Seyran Ates, die wegen der Eröffnung einer liberalen Moschee massiv bedroht wird. Bundespolitiker wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) werden vom BKA bewacht.