Gerber hat am Mittwoch die Hauptverwaltung des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall in Cottbus besucht und mit Mitgliedern des Vorstandes und Belegschaftsvertretern gesprochen. Die Sicherung von Beschäftigung und Wertschöpfung in der Lausitz habe für die brandenburgische Landesregierung oberste Priorität, sagte Gerber. Darüber sei man sich auch mit der sächsischen Staatsregierung einig.

Gerber forderte angesichts der Pläne für einen Verkauf der Braunkohlesparte über alle wichtigen Schritte dazu eine enge, zeitnahe und unmittelbare Information der Landesregierung durch die Unternehmensspitze. Die Braunkohleverstromung werde auch weiterhin von großer Bedeutung und für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar sein, so der Minister.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hatte am vorigen Freitag vorgerechnet, dass an der Braunkohleförderung nicht nur Tausende Jobs hängen, sondern auch Aufträge über mehr als 700 Millionen Euro jährlich für Handwerk, Dienstleister und mittelständische Betriebe. Die Braunkohle sei "schicksalhaft für eine ganze Region" .

Unterstützung bekamen die Bergleute auch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Auf einem Treffen der Vattenfall-Betriebsräte hatte er ihnen am Dienstag zugesichert, dass sein Ministerium keine Kraftwerke vorschlagen werde, die stillgelegt werden sollen. Einen gleichzeitigen Ausstieg aus Kernkraft und Braunkohlestrom bezeichnete er als Illusion.