Das kündigten die beiden Fraktionschefs, Klaus Ness (SPD) und Christian Görke (Linke), am Dienstag in Potsdam an. Dafür seien fünf Millionen Euro vorgesehen. Mit weiteren fünf Millionen Euro sollen 100 zusätzliche Lehrerstellen finanziert werden, um langfristige Ausfälle zu ersetzen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte in seiner ersten Regierungserklärung ein Plus von insgesamt zehn Millionen Euro für Bildung angekündigt. Damit sollte der Unterrichtsausfall begrenzt und dafür die sogenannte Vertretungsreserve im Land von drei auf 4,5 Prozent erhöht werden. Das tatsächliche Ausfall liegt laut Görke derzeit bei zwei Prozent.

Die Koalition sei davon überzeugt, dass mit den neuen Pools an den Schulen Unterricht häufiger mit passenden Fachlehrern vertreten werden könne, sagte Ness. Dazu könnten pensionierte Lehrer oder Referendare herangezogen werden. Die Schulen erhielten dadurch eine höhere Autonomie.

Wie groß der jeweilige Anteil der rund 800 öffentlichen Schulen im Land an den fünf Millionen Euro sein wird, müsse das Bildungsministerium klären, sagte Görke. Er betonte aber, dass es unterschiedliche Belastungen mit Unterrichtsausfall gebe und somit nicht jede Schule den gleichen Betrag erhalten werde.

Neben den 100 neuen Lehrern zur Vertretung benötigt das Land zum kommenden Schuljahr angesichts von Pensionierungen und einer geplanten Reduzierung der Arbeitszeit von Lehrern weitere Neueinstellungen. Insgesamt liegt der Bedarf bei 1100 neuen Lehrern.