Dabei habe die Berufsberatung noch besser abgeschnitten als die Studienorientierung. "Die Berufs- und Studienorientierung muss an den Schulen wieder in den Mittelpunkt gerückt werden", sagte der Vize-Vorsitzende des Schülerrates, Georg Heyn.

Der angekündigte Einsatz von Praxisberatern an 50 Oberschulen vom nächsten Schuljahr an sei ein erster Schritt. Das Kultusministerium müsse eine Richtlinie für die Berufs- und Studienorientierung erarbeiten, forderte der Schülerrat.

"Jede Schule braucht ein Konzept dafür", sagte Heyn. So sollte dabei auch eine verbindliche Zahl von Praktika festgelegt werden - für Schüler und Lehrer. So könnten an den Oberschulen je zweiwöchige Praktika von der 8. bis zur 10. Klasse Standard werden, für die Gymnasien dann in den letzten drei Schuljahren. Auch Lehrer sollten mindestens einmal im Jahr für ein bis zwei Tage in Unternehmen gehen.

Zudem müsse es bei diesem Thema eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Kultus- und Wirtschaftsministerium geben. Aus Sicht des Rates gehört die Beratung zu den Kernaufgaben der Schulen.