In allen Bundesländern bildeten sich derzeit Initiativen von Eltern, Lehrern und Schülern für ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder, sagte die Vize-Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Marianne Demmer. „Wir brauchen in Deutschland endlich einen Paradigmenwechsel in der Schulpolitik – von der frühen Auslese hin zum längeren gemeinsamen Lernen der Schüler“, so Demmer. Das Volksbegehren, das gestern startete, richtet sich gegen die Pläne des schwarz-grünen Hamburger Senats, das mehrgliedrige Schulsystem aus Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschulen durch ein zweigliedriges zu ersetzen. „Wir brauchen keine halben Sachen“, sagte Demmer. Das Hamburger Konzept von CDU und Grünen sehe „ein gespaltenes Schulsystem aus Stadtteilschulen und Gymnasien vor“. Das Begehren wird von Elterninitiativen, Gewerkschaftern, Vertretern der Grün-Alternativen-Liste (GAL), der SPD sowie bekannten Erziehungswissenschaftlern unterstützt. Für das Volksbegehren müssen in Hamburg 61 000 Unterschriften gesammelt werden. Bei einem Erfolg muss der Hamburger Senat im nächsten Jahr einen Volksentscheid einleiten, der dann voraussichtlich zusammen mit der Europawahl stattfindet.dpa/uf