Die Anwendung von Gewalt wie beim Irak-Krieg komme für die Bundesregierung weiterhin nur als letztes Mittel infrage, sagte Schröder gestern in einer Rede vor der Amerikanischen Handelskammer in Berlin aus Anlass ihres 100-jährigen Jubiläums.
Vor den 800 Gästen verteidigte der Kanzler seine Ablehnung des Irak-Kriegs und sprach sich gegen die weltpolitische Dominanz einer einzigen Supermacht aus. Gleichzeitig sicherte er den Vereinigten Staaten aber enge Partnerschaft und Bündnistreue zu. Die "vitale Freundschaft" zwischen beiden Ländern und gemeinsame Werte hielten auch "gelegentliche Meinungsverschiedenheiten" aus, sagte er. Für Deutschland seien enge Beziehungen zu Washington genauso wichtig wie zu Paris, betonte er. "Niemand sollte versuchen, Deutschland vor die unsinnige Wahl zu stellen zwischen seiner Freundschaft mit Frankreich und seiner Freundschaft mit den USA", betonte er. (dpa/kr)