Das Eurokorps mit Soldaten aus fünf EU-Ländern, der Großteil von ihnen stammt aus Deutschland, übernimmt voraussichtlich im August dieses Jahres das Kommando über die Internationale Schutztruppe Isaf und damit die Führung der Nato- Operation in Afghanistan.
Derzeit werde geprüft, wie sich die deutsch-französische Brigade dabei engagieren könne, sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder gestern nach einem Gespräch mit dem neuen Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer, der sich in Berlin aufhielt. Er halte einen Einsatz des Eurokorps für "vernünftig". Die Nato, so de Hoop Scheffer, dürfe in Afghanistan nicht verlieren. "Das würde heißen, dass wir den Kampf gegen den Terrorismus verlieren."
Erleichtert äußerte sich Schröder darüber, dass nicht an eine Verschmelzung der natogeführten Isaf mit dem US-geführten Anti-Terror-Kampfeinsatz "Enduring Freedom" gedacht werde. Er sei "froh zu erfahren, dass es nicht um eine Fusion geht". Es müsse aber über Synergien nachgedacht werden. In der Isaf sind derzeit knapp 2000 deutsche Soldaten im Einsatz. (dpa/uk)