"Sigmar hat eine Fraktur des linken Schienbeins", sagte Oberärztin Kerstin Müller. Ob diese vom Schuss stamme, müsse aber erst durch Röntgenaufnahmen geklärt werden, die im Laufe des Tages gemacht werden sollten. Bis der Bruch geheilt sei, werde es bis zu acht Wochen dauern.
Derzeit geht es dem seltenen Greifvogel, der Anfang des Jahres in der Uckermark von Menschenhand aufgezogen worden war, relativ gut. Müller zufolge könne man aber noch nichts zu seinen Überlebenschancen sagen. In den kommenden Wochen bleibt "Sigmar" erst einmal in der Tierklinik. Wenn alles gut verläuft soll er später wieder ausgewildert werden.
Der Schreiadler ist eine vom Aussterben bedrohte Vogelart, von denen es bundesweit nur noch 90 Paare gibt. "Sigmar" war Anfang Juli als Küken aus dem Nest genommen und für einige Wochen mühevoll von Mitarbeitern des Landesumweltamtes Brandenburg aufgezogen worden. Damit sollte sein Überleben gesichert werden. Mitte Juli wurde er wieder ausgewildert. Auf seinem Zug ins Winterquartier Afrika nutzte er Malta als Zwischenstation. Dort wurde er am vergangenen Wochenende von Wilderern angeschossen.
(dpa/mb)