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| 02:48 Uhr

Schorlemer will mehr Geld für Kultur

Dresden. Das Rennen der Ressorts um die Haushaltsmittel für 2015 und 2016 beginnt mit Kunst und Kultur. Ministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) erinnerte die Koalition aus CDU und FDP am Mittwoch im Dresdner Landtag an die "veritablen Verpflichtung" zur Kulturförderung. Christine Keilholz

S ie werde sich in den Haushaltsverhandlungen insbesondere darum bemühen, die Mittel für die Kulturraumförderung aufzustocken, sagte Schorlemer in ihrer Regierungserklärung zur Kulturpolitik. Der Freistaat müsse "Unterstützung für das kulturelle, künstlerische und wissenschaftliche Schaffen", ohne jedoch inhaltlich reinzureden.

Angemessene sowie auskömmliche Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur seien unerlässlich. Auf der Förderliste des Freistaats stehen 20 Theater und Kulturorchester in öffentlicher Trägerschaft, dazu zahllose freie und Amateurtheater, Laienorchester, Chöre, Musikschulen, 400 Museen und 450 Bibliotheken. Diese finanziert der Freistaat mit rund 700 Millionen Euro im Jahr.

Mit 170 Euro pro Einwohner hat Sachsen, so die Ministerin, die höchsten Kulturausgaben aller Flächenländer. Sachsens Kulturraumgesetz, mit dem die Kulturräume jährlich mit knapp 90 Millionen Euro gefördert werden, soll nach Willen der Ministerin "den gestiegenen Anforderungen angepasst werden können" .

D ie CDU sprach sich auch für die weitere Förderung der sächsischen Kunsthochschulen aus, "damit sie ihre Wirkung für die Kulturszene weit über den Freistaat hinaus entfachen können", so die CDU-Politikerin Aline Fiedler.

Herbe Kritik musste Sachsens Kunstministerin für das Debakel um den geschassten Semperoper-Intendanten Serge Dorny einstecken. Dass der Belgier noch vor offiziellem Dienstantritt die Entlassung bekam, nannte die Opposition "provin ziell". Sachsen Seite 5