In 55 Fällen stünden Ladungen noch aus. Bei den Jugendlichen werde es teilweise zu einer Verzögerung des Arrestbeginns von zwei bis drei Monaten kommen. In Brandenburg wurde der Vollzug am 1. Juli eingestellt.

Ab dem 17. August sollten bestrafte Jugendliche ihren Arrest in Berlin antreten. Brandenburg schickt künftig bis zu zehn Arrestanten nach Berlin und soll dafür jährlich 350 000 Euro zahlen.

Zuletzt waren vier Jugendliche in Königs Wusterhausen untergebracht. Einer wurde vorzeitig entlassen. Bei den drei anderen wurde der Strafvollzug unterbrochen. Sie waren wegen Diebstahls und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt worden.

Nach dem Jugendstrafrecht kann ein Gericht Jugendarrest bis zu einer Dauer von vier Wochen verhängen. Der Arrest wird nicht im Strafregister vermerkt und gilt als letzte Sanktion vor einer Jugendstrafe.