Die Erzieherinnen sollen Defizite bei Kindern im Alter zwischen drei Monaten und fünf Jahren anhand einer Checkliste erfassen. Danach könne die notwendige Diagnostik und Therapie einleitet werden.
Mit dem neuen Instrument ließen sich vor allem die verschiedenen Entwicklungsstadien zum Erlangen der Sprache, der Körper- und Handmotorik sowie der sozialen Kompetenz der Mädchen und Jungen besser beobachten und kontrollieren. Stellten die Erzieherinnen Fehlentwicklungen fest, werde das Kind Medizinern oder Psychologen vorgestellt. In den kommenden Wochen würden die an der Universität Tübingen entwickelten "Grenzsteine" den für die Kitas zuständigen Praxisberaterinnen zur Verfügung gestellt, kündigte Reiche an.
Die Pisa-Studie habe deutlich gemacht, dass mit den Bildungsanstrengungen bereits im Vorschulalter begonnen werden müsse. Angesichts des bundesweit höchsten Versorgungsgrades mit Kita-Plätzen hat Brandenburg laut Reiche dafür die besten Voraussetzungen. 46 Prozent aller Kinder bis zu drei Jahren und sogar 93 Prozent der Mädchen und Jungen von drei bis sechs Jahren würden in Kitas gebildet, erzogen und betreut. (dpa/ta)