Die erteilten Anerkennungsbescheide über erlittenes Unrecht in Beruf und Privatleben würden dann zurückgenommen. "Wer sich selbst in das Unrechtssystem verstrickt und es damit unterstützt hat, darf nicht als politisch Verfolgter anerkannt werden", erklärte Schönbohm. Seit 1994 seien in der zuständigen Abteilung des Innenministeriums 19 945 Anträge auf Rehabilitierung gestellt worden, 18 235 seien davon erledigt.Wer zum Beispiel in der DDR-Zeit zum Berufswechsel gezwungen wurde oder wer sein Haus durch Enteignung verlor, bekommt bei der Rehabilitierungsbehörde eine Anerkennungsbescheinigung. Damit können dann vor Gericht Ausgleichszahlungen durchgesetzt werden. Der Informationsbedarf der SED-Opfer sei nach wie vor ungebrochen, sagte Schönbohm. Von 2004 bis 2008 seien immer noch rund 3000 Anträge auf Rehabilitierung von erlittenem Unrecht gestellt worden. dpa/das