Angesichts drastisch sinkender Mitgliederzahlen sollten damit die Feuerwehren im Land gestärkt werden, erklärte Minister Jörg Schönbohm (CDU). Die Stützpunktfeuerwehren sollen pro Jahr mit bis zu fünf Millionen Euro gefördert werden (die RUNDSCHAU berichtete). Das Geld kommt aus den Mitteln des kommunalen Finanzausgleichsgesetzes (FAG).
Vorgesehen sei vor allem ein überörtlicher Einsatz der Stützpunktfeuerwehren im weiten Umkreis des eigenen Standorts. Die Freiwilligen Feuerwehren im Land leiden laut Schönbohm unter einem erheblichen Mitgliederschwund. Sie hatten Ende 2005 rund 48 200 Angehörige. Dagegen waren es 2003 noch rund 2000 mehr. Der Minister führt dies auf den demographischen Wandel sowie die anhaltende Abwanderung junger Leute aus Brandenburg zurück.
Auch sei die Einsatzbereitschaft der Hälfte aller Freiwilliger Feuerwehren vor allem tagsüber zwischen sieben Uhr und 17 Uhr nicht mehr oder nur bedingt gewährleistet. Als Gründe dafür führte Schönbohm an, dass viele Angehörige in anderen Orten arbeiteten. Hinzu komme, dass sich viele Arbeitgeber weigerten, Mitglieder von Wehren bei Alarm für den Brandeinsatz freizustellen. (dpa/mb)