Im Frühjahr 2009 werde die CDU über den Vorsitz und die Spitzenkandidatur für die Wahl im Herbst entscheiden. Sein Nachfolger hätte dann noch einige Monate Zeit, um sich zu profilieren. Er wolle abtreten, wenn die märkische CDU die notwendige innere Stabilität habe, sagte Schönbohm eine Woche vor dem CDU-Parteitag in Schwedt. Der CDU-Politiker kandidiert dort für seine vierte Amtszeit.
Zu möglichen Nachfolgern wollte sich Schönbohm nicht äußern. Diese würden aber mit Sicherheit aus dem Kreis der Minister oder der Vorstandsmitglieder von Fraktion und Partei kommen.
„Ich möchte, dass wir mit einer großen Geschlossenheit in die Wahl 2009 gehen. Die Voraussetzungen dafür sind am besten, wenn ich 2007 nochmal antrete und dann im Frühjahr 2009 klar ist, wer Parteivorsitzender und wer Spitzenkandidat wird“, sagte Schönbohm. „Bis dahin fühle ich mich in der Lage, die Aufgabe gut wahrzunehmen und auch Innenminister zu bleiben.“ Es gehe nicht nur um das, was man persönlich wolle. „Da hätte ich ganz andere Überlegungen. Es gibt aber noch ein kleines Wörtchen, und das heißt Pflicht.“
Durch die Zerstrittenheit der CDU in den ersten acht Jahren nach der Neugründung des Landes, in denen manche Wunden gerissen wurden, habe die Partei einen ungünstigen Altersaufbau. „Ich sehe meine Aufgabe darin, den Staffelstab dann zu übergeben, wenn die Partei eine innere Stabilität hat.“
(dpa/kr)