In der Mark gebe es etwa 150 000 Haushalte, für die eine schnelle Internetverbindung nur über Rundfunkfrequenzen möglich sei. Einwohner vor allem in dünn besiedelten Regionen, wie um Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) oder Fürstenwalde (Oder-Spree) kämpfen derzeit mit einem langsamen Internetzugang. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hatte angekündigt, dass die Breitband-Versorgung so ausgebaut werde, dass es bis Ende 2009 keine "weißen Flecken" mehr auf der märkischen Landkarte geben werde. Die Landesregierung soll nach dem Willen des Landtages bis Mitte des Jahres ein Konzept für eine landesweite Errichtung von schnellen Internetzugängen vorlegen. Für Sommer rechnet Appel mit verlässlichen Ergebnissen, was den Internetzugang über Rundfunkfrequenzen betrifft. Getestet werden müsse, ob damit andere Technik gestört werde.Der Ausbau des Breitbandnetzes für schnelle Internetverbindungen in Brandenburg wird mit 3,3 Millionen Euro aus dem zweiten Konjunkturpaket gefördert. Als Breitbandtechniken stehen zum Beispiel DSL, Fernseh- und Stromkabel sowie UMTS zur Verfügung. Die Verlegung von einem Kilometer Glasfaserkabel kostet laut Staatskanzleichef Clemens Appel allerdings etwa 25 000 Euro. Geprüft wird nun, ob Einwohner von "weißen Flecken" im Land über Rundfunkfrequenzen auf nicht genutzten Kanälen schnell mit Internet versorgt werden können. Appel zufolge gehört eine schnelle Verbindung, also zwei Megabit pro Sekunde, zur Grundversorgung. dpa/mb