Der durch das August-Hochwasser im vergangenen Jahr besonders arg gebeutelte Landkreis Sächsische Schweiz südöstlich von Dresden stellt ein solches System derzeit auf die Beine.
Und wie in den Städten soll auch in der ganzen Region der Besucher den Wegweisern folgen und bis vor die Türen des Hotels oder der Pension fahren können, ohne Straßenkarten wälzen zu müssen. Verschiedene Routen an der Elbe werden dazu farblich auf den Schildern gekennzeichnet. Dazu kommen Flyer, auf denen das Straßensystem des Landkreises vereinfacht dargestellt wird.
"Wir haben uns da am Vorbild von U-Bahn-Linienplänen in Großstädten orientiert - da findet sich schließlich auch jeder zurecht", sagt Projektkoordindator Peter Langmann. Die Schilder sollen an Straßen stehen, die als "Einflugschneisen" für Touristen gelten. "Dazu gehören die A 13 von Norden und die A 4 aus westlicher und östlicher Richtung", sagt Langmann. Aber auch die B 6, die sich von Bautzen her nähert, soll eingebunden werden. "Am wichtigsten ist für uns natürlich der Neubau der A 17 von Dresden nach Prag", sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Brähmig. Die Piste soll auf deutscher Seite Ende 2005 die Region durchschneiden und die gesamte Sächsische Schweiz ans Autobahnnetz anschließen.
"Der Tourismus ist bei uns nun mal Wirtschaftsfaktor Nummer eins", sagt Brähmig. Er weiß, wovon er spricht - ist er doch auch der Vorsitzende des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz. Die Einnahmen sind 2002 allerdings weggebrochen: Das Hochwasser der Elbe, aber auch die Überflutungen in Tälern der Müglitz und Gottleuba ließen etwa 300 000 Übernachtungen in der Region wegfallen.
Um wieder auf die 1,4 Millionen Buchungen wie 2001 zu kommen, macht der Verband gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband nun Nägel mit Köpfen. "Wir wollen bis Ostern 2004 einen guten Teil der rund 300 Hotelwegweiser aufgestellt haben", sagt Langmann.