"Ich hoffe angesichts des schlechten Zustandes anderer Kasernen zumindest auf eine Verschiebung der Schließung", sagte Stimpel gestern.
Zum 31. März 2008 soll die Jägerkaserne aufgegeben werden. An diesem Plan habe sich nichts geändert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Derweil hat das Bundesamt für Immobilienaufgaben erste Verkaufsanzeigen für die Kaserne geschaltet. Die Preisvorstellung liegt bei drei Millionen Euro.
"Hier soll eine seit 1990 für 68 Millionen Euro sanierte Kaserne geschlossen werden, während anderswo über den schlechten Zustand der Bundeswehreinrichtungen geklagt wird", sagte Stimpel. "Ich hoffe auf den Sachverstand der Politiker." Seiner Ansicht nach sei Schneeberg auch für andere Waffengattungen als Gebirgsjäger geeignet. Darüber führe er Gespräche mit "hochrangigen Politikern". "Der Betrieb unserer Kaserne ist kostengünstig, es gibt keinen Investitionsbedarf mehr - wir haben lediglich mit den Gebirgsjägern die falsche Waffengattung." Die will die Bundeswehr in Bayern konzentrieren.
Trotz der verbliebenen Hoffnung plant Stimpel nach eigenen Angaben zweigleisig: "Wir hoffen beim Käufer der Kaserne auf einen Investor, der Arbeitsplätze bringt." Er erwarte aber, dass der Verkauf nicht leicht werde. Eine Kaserne sei sehr auf die Bundeswehr zugeschnitten, eine Nachnutzung schwierig. Laut Stimpel könnte sich ein Teil der Kaserne als Hotel, Ausbildungs- oder Sporteinrichtung nutzen. In den technischen Teil könnte Gewerbe einziehen. Bedarf an Wohnungen hingegen gebe es in Schneeberg nicht. (dpa/ta)