Möglich wurde dies durch Finanzhilfen des Bundes mit dem "Goldenen Plan Ost". Nach zehn Jahren soll jetzt das Sonderförderprogramm für ostdeutsche Sportstätten in diesem Jahr ersatzlos gestrichen werden. So will es der Haushaltsausschuss des Bundestages. Die Meinungen darüber sind geteilt, wie eine Umfrage ergab. Millionen flossenKnapp 19 Millionen Euro bescherte der "Goldene Plan Ost" den märkischen Landkreisen in den vergangenen zehn Jahren. Der Landessportbund Brandenburg bedauert das Ende des "Erfolgsprogramms", eiskalt treffe es den Sport aber nicht. "Der Plan war von vornherein nur auf zehn Jahre ausgelegt", sagt Sprecherin Martina Butzeck. Die Situation der Sportstätten in der Mark sei zudem ganz vernünftig. "Wir blicken optimistisch in die Zukunft." So viel Optimismus gibt es nicht überall. Was aus den Förderanträgen für das laufende Jahr wird, ist unklar. Das Potsdamer Sport- und Bildungsministerium wartet auf die offizielle Mitteilung zur Streichung des "Goldenen Plan Ost". Dann will es die bereits eingegangenen Förderanträge bearbeiten und Hilfestellung leisten. Es seien bereits vorsorglich alternative Fördermöglichkeiten ausgelotet worden, berichtet Sprecher Stephan Breiding. So kämen etwa der EU-Fonds für die Entwicklung ländlicher Räume und Gelder aus dem Konjunkturpaket II für den Schulsport in frage. Aber einige der geplanten Bauvorhaben werden sich wohl verzögern, weil neue Anträge gestellt werden müssen. Das Ministerium ist laut Breiding dennoch bemüht, zeitnah neue Fördermöglichkeiten zu finden. Die Zeit rennt, wie der Landessportbund betont. "Es liegt ein riesiger Baubedarf vor, der so nicht reduziert werden kann", sagt Präsidiumsmitglied Günter Jentsch, der auch Sportkoordinator der Stadt Cottbus ist. Und er fügt hinzu: "Die Besonderheit in Brandenburg bestand darin, dass die Fördermaßnahmen vom Land mitfinanziert wurden und den Vereinen in der Breite zu Gute kamen. Es wurde nicht in einzelne Objekte gesteckt." Von Brunnen bis LichtEin Verein, der sich noch über Fördermittel freuen darf, ist der Fußballverein TSG Großkoschen in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz). Mit knapp 33 000 Euro Fördermittel aus dem "Goldenen Plan Ost" und noch 17 000 Euro Eigenanteil der Stadt entstehen am Sportplatz ein Brunnen, eine Beregnungsanlage und eine neue Spielfeldbeleuchtung. Da der Fördermittelantrag bereits 2009 bewilligt wurde, können die Bauarbeiter noch in diesem Jahr anrücken. "Damit verbessern sich die Trainings- und Wettkampfbedingungen der Sportler", unterstreicht Stadtsprecherin Anja Schmiedgen. "Das Förderprogramm hat vielen Vereinen bei der Sanierung oder dem Neubau ihrer Sportstätten geholfen. Nur aus Mitteln der Vereine und Kommunen ist dies nicht zu schaffen", bilanziert Bernd Junghannß, Geschäftsführer des Kreissportbundes Spree-Neiße.