Regionale Spezialitäten von einem örtlichen Betrieb: In ein denkmalgeschütztes Gebäude im Zentrum von Beelitz (Potsdam-Mittelmark) ist wieder Leben eingezogen. "Ich habe lange mit dem Haus geliebäugelt", sagte Inhaber Stefan Fuhrmann. Doch nach dem Leerstand sei einiges zu tun gewesen. 40 000 Euro Fördermittel flossen in das Objekt, das von Grund auf saniert werden musste. Dank solcher Hilfen konnten viele Brandenburger Städte mit historischen Kernen wieder hergerichtet werden. "Mittlerweile sind die Zentren wieder zu lebenswerten Mittelpunkten geworden", sagte Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD).

Städtebaulicher Denkmalschutz sei gerade in den neuen Bundesländern eine Erfolgsgeschichte, betonte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) anlässlich des Bundeskongresses Städtebaulicher Denkmalschutz am Dienstag in Neuruppin. Auch künftig sollen bundesweit Städte und Gemeinden bei der Bewahrung ihres baulichen Erbes unterstützt werden. Vor 25 Jahren wurde in Neuruppin das Bundesprogramm aus der Taufe gehoben. Rund 6,5 Milliarden Euro von Bund, Ländern und Kommunen haben nach Angaben des Bundesbauministeriums dazu beigetragen, zahlreiche historische Stadtkerne in Deutschland wieder herzurichten. Bis heute wurden demnach Projekte in 503 Städten realisiert, davon 238 in den neuen Ländern. Sie wurden mit 2,5 Milliarden Euro Bundesfinanzhilfen gefördert. In den Genuss kamen unter anderen die Rosenthaler Vorstadt in Berlin, aber auch Potsdam, Wismar und Erfurt sowie Regensburg oder Lübeck.

Auch Lausitzer Städte wie Luckau, Herzberg oder Dahme profitierten. In Brandenburg gibt es mittlerweile einen Verbund von 31 Orten mit historischen Zentren. Es wird um Zuzügler aus den Großstädten geworben: Statt auf der grünen Wiese neue Eigenheime zu bauen, sollen junge Familien wieder in Innenstädte kommen. Von 2016 bis 2019 stehen aus dem Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz 52 Millionen Euro im Land bereit.