Der "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann Stiftung bringt es ans Licht. Im Vergleich mit anderen Bundesländern ist die Kita-Betreuung in Brandenburg und Sachsen schlecht. Platz 14 und 16 in der Tabelle, nur in Sachsen-Anhalt ist die Situation ähnlich miserabel.

Eine Erzieherin war laut Studie in Brandenburg zum Stichtag am 1. März 2014 für durchschnittlich 6,3 Kinder zuständig. Im Kita-Alltag sieht es in Brandenburg noch schlechter aus. Bei den Kindern bis drei Jahre mussten statistisch gesehen 8,3 Kinder von einer Fachkraft betreut, bei den Älteren waren es 15,5 Kinder.

In Sachsen kamen auf eine vollzeitbeschäftigte Kita-Fachkraft kommen durchschnittlich 6,5 ganztags betreute Krippenkinder sowie 13,6 Kindergartenkinder. Im Kita-Alltag ist auch hier die Betreuung oft noch sehr viel schlechter. "Derart ungünstige Betreuungsverhältnisse wirken sich nicht nur für die Kinder negativ aus, sondern erhöhen auch die Belastung der Kita-Fachkräfte", warnen die Experten der Bertelsmann-Stiftung.

Beide Länder hatten bereits in den vergangenen Monaten Verbesserungen angekündigt. An den Bundesdurchschnitt von 1 zu 4,4 kommen sie damit aber auch nicht heran, an das von Experten geforderte Betreuungsverhältnis 1 zu 3 ohnehin nicht.

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