Und nun haben die Mitglieder der hiesigen Union auch noch einen anderen Wahlsieg errungen: Bei den Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft stürzten die dortigen Christdemokraten auf 15,9 Prozent.

Was für Brandenburg bedeutet, dass sich die Vertreter des rot-roten Regierungslagers eine neue Spitze für ihre Polemiken gegen die CDU ausdenken müssen. Der von Klaus Ness (SPD) und Margitta Mächtig (Linke) gern genutzte, aber auch in das Repertoire von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eingegangene Terminus der "schlechtesten CDU Deutschlands" ist endgültig passé. Die Hamburger CDU ist schlechter - und wenn man ganz ehrlich ist, haben die Christdemokraten ja schon bei den September-Landtagswahlen ein besseres Ergebnis eingefahren als ihre Parteifreunde in Mecklenburg-Vorpommern, dem Heimatverband der Kanzlerin.

Doch auch beim politischen Aschermittwoch der Brandenburger CDU in Doberlug-Kirchhain war die alte rot-rote Pointe von der roten Laterne noch einmal Thema. Kein Geringerer als CDU-Generalsekretär Peter Tauber griff sie auf. Und machte deutlich, was wohl alle Parteimitglieder im Saal so dachten: "Es ist natürlich nicht schön, wenn die rote Laterne so abgegeben wird." Aber dass sie sie endlich los sind, die rote Laterne, und vor allem den damit verbundenen Spott - das freut die Brandenburger Christdemokraten dann heimlich, still und leise schon ein kleines bisschen. Schließlich ist und bleibt das Rote ja die Farbe des Gegners . . .