Mai, soll erstmals ein Besucherzentrum in dem barocken Jagdschloss eröffnen, wie Direktorin Ingrid Möbius mitteilte. Die Mitarbeiter an der Kasse und im Shop könnten die Anfragen der Besucher nicht mehr allein bewältigen. Das neue Besucherzentrum, das zunächst übergangsweise in einem ehemaligen Büro untergebracht wird, soll interessierte Gäste intensiver zu Tourenangeboten durch das Schloss sowie durch die Moritzburger Kulturlandschaft beraten. Es könnten kurzfristig Führer für Spaziergänge oder Kutschfahrten zum nahe gelegenen Fasanenschlösschen organisiert werden. Das Schloss in Landesbesitz will mit dem neuen Angebot die Beratungen der kommunalen Touristinformation ergänzen. Noch in diesem Sommer möchte Schlossdirektorin Möbius ein deutschlandweit einmaliges Pilotprojekt starten: Künftig sollen auch die Hunde von Schlossbesuchern betreut werden. Dazu sei in diesem Jahr eine Testphase geplant. Kontakte zu dem zuständigen Amtstierarzt sowie einer Hundepsychologin gebe es bereits, sagte Möbius. Die Kulturlandschaft rund um Moritzburg locke täglich zahlreiche Ausflügler mit ihren Vierbeinern in die Region. Oftmals scheitere ein Besuch des Schlosses jedoch daran, dass Hunde nicht in die Ausstellungen dürfen. Ein Betreuungsservice von Fachleuten für die Tiere im Empfangsbereich soll dieses Dilemma beseitigen. Das Schloss Moritzburg vor den Toren Dresdens verzeichnete vergangenes Jahr mit gut 313 000 Gästen einen Besucherrekord. Einen großen Anteil daran hatten die Besucher der Sonderausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", die sich dem deutsch-tschechischen Märchenfilm gewidmet hatte, sagte Möbius. Der Streifen war im Winter 1972/73 teilweise rund um das Schloss Moritzburg gedreht worden. Aus der Sonderausstellung, die wegen Leihfristen im Februar endete, soll im Winterhalbjahr eine Dauerausstellung entstehen.