Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg muss 2016 eine Million Euro sparen und schließt daher sechs Einrichtungen. Mit Saisonstart zu Ostern bleibe das Publikum zunächst für eine Saison draußen, sagte der Generaldirektor der Stiftung, Hartmut Dorgerloh, am Dienstag.

Zudem werden am 25. Dezember 2016 alle Schlösser und Häuser in Berlin und Brandenburg geschlossen. "Wir müssen kürzer- treten", sagte Dorgerloh. 2016 stehe unter anderem der teure Umzug in ein neues Wissenschafts- und Restaurierungszentrum an. Außerdem gebe es höhere Ausgaben durch gestiegene Personal- und Betriebskosten. "Wir wollen keine Erhöhungen der Preise für Eintrittskarten, aber auch keine betriebsbedingten Kündigungen", sagte er.

In einem Ranking habe man sich für sechs Einrichtungen entschieden, deren Besucherzahlen überschaubar seien. Im Vorjahr kamen dorthin demnach insgesamt etwa 20 000 Gäste.

Geschlossen sind in der kommenden Saison: der Damenflügel in Schloss Sanssouci, der Normannische Turm, die Belvedere auf dem Klausberg, das Dampfmaschinenhaus in Potsdam, das Casino in Glienicke und die Pesne-Galerie im Neuen Palais.

Die Stiftung hofft, dass die Schließungen 2017 aufgehoben werden können. Gespart werden muss beim Geld aus dem jährlichen Haushalt, den Bund und die Länder Berlin und Brandenburg in Höhe von rund 35 Millionen Euro tragen. Ein Ende 2017 auslaufendes Sonderinvestitionsprogramm ist für notwendige Sanierungen gedacht. Es wird nach Angaben von Dorgerloh ab 2018 bis 2025 fortgesetzt, wie Anfang des Monats der Haushaltsausschuss des Bundes beschloss.