Während bis in den Sommer hinein die Besucherzahlen auf Jahressicht schlechter gewesen seien, "haben wir uns im Laufe des Jahres deutlich verbessert", sagte Striefler. Für 2010 kündigte er aufgrund geringerer Staatszuschüsse Einschnitte in der Nutzung der Bauten an. Mit rund 72 000 Besuchern mehr als im Vorjahr verzeichneten Schloss Moritzburg und das Fasanenschlösschen den größten Zuwachs. 313 800 Gäste besuchten das Schloss 2009. Striefler führte dies vor allem auf die Schau "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zurück. "Damit hatten wir mit Abstand die erfolgreichste Ausstellung", sagte der Direktor. Gut besucht waren auch der Große Garten, Schloss und Park Pillnitz sowie die Brühlsche Terrasse. Die meisten Gäste zählte die Festung Königstein mit 487 300 Besuchern. Trotz des leichten Besucherrückgangs konnten die Einnahmen 2009 gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen sie um 1,3 Prozent auf 7,82 Millionen Euro zu. Vor allem bei den Eintrittsgeldern wurde mit 2,9 Millionen Euro ein Plus von 4,68 Prozent erzielt. Die Ausgaben stiegen um drei Prozent auf 17,24 Millionen Euro. "Dies ist vor allem den enorm gestiegenen Aufwendungen für Personal geschuldet", sagte Striefler. Die Zuschüsse zu den Betriebskosten erhöhten sich um fünf Prozent auf 9,43 Millionen Euro. Der Kostendeckungsgrad sei mit 45,3 Prozent nur rund ein Prozent unter dem Vorjahresniveau geblieben. Für Bauvorhaben gab der Staatsbetrieb im vergangenen Jahr 33 Millionen Euro aus. Größter Kostenpunkt war die Sanierung der Albrechtsburg in Meißen mit 5,3 Millionen Euro. Dort wurden unter anderem der Domplatz erneuert und die Innenräume der Burg saniert. Für die Bauvorhaben der Schlösser und Burgen im Muldental wurden 2009 rund 4,4 Millionen Euro ausgegeben. In den vergangenen 20 Jahren seien damit mehr als 400 Millionen Euro investiert worden, sagte Striefler. Für das laufende Haushaltsjahr stünden dem Staatsbetrieb 700 000 Euro weniger zur Verfügung, sagte Striefler. "Da wir ganz stark von den staatlichen Zuwendungen abhängig sind, wird das natürlich Konsequenzen haben", fügte er hinzu. Um Geld einzusparen, würden die Anstrahlung der Objekte reduziert, die Einlasszeiten verkürzt und Arbeiten an den Bauten gestrichen. "Den Ausbau unserer Schlösser können wir nicht mehr mit der Intensität verfolgen, wie wir es vor fünf Jahren gedacht haben. Ansonsten gehen wir irgendwann an den Betriebskosten zugrunde", so Striefler.