Achtklässler in Brandenburg zeigen besonders auf Ober- und Gesamtschulen vielfach eklatante Schwächen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Altersgenossen auf Gymnasien schneiden hingegen im Bildungsvergleich "Vera 8" des Instituts für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg im Schuljahr 2015/16 deutlich besser ab. An den Vergleichstests nahmen mehr als 15 000 Schüler aus gut 240 Schulen teil.

Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Grüne, Marie Luise von Halem, forderte von der Landesregierung angesichts der Ergebnisse, die Fortbildungsangebote für Lehrkräfte deutlich auszubauen. Es gebe zu denken, dass der Anteil derjenigen Schüler, die nur die unterste Kompetenzstufe erreichen, gegenüber dem Vorjahr in den drei Fächern gestiegen sei. Auch der enorme Niveauunterschied zwischen Gymnasien und Oberschulen zwinge zum Handeln.

Mit den Vergleichsarbeiten "Vera" soll ermittelt werden, was für eine Ausbildungsreife der Schüler in den kommenden zwei Schuljahren noch getan werden muss. Dem jüngst veröffentlichten Länderbericht zufolge erreichen in Mathematik 60 Prozent der Oberschüler und 40 Prozent der Gesamtschüler nicht den Mindeststandard.

39 Prozent der Oberschüler und 25 Prozent der Gesamtschüler können nicht richtig schreiben und liegen in Orthografie "unter Mindeststandard". Beim Lesen schaffen 26 Prozent der Oberschüler und 17 Prozent der Gesamtschüler nicht die Minimalanforderungen. Beim Verstehen englischer Texte schneiden 38 Prozent der Ober- und 17 Prozent der Gesamtschüler "unter Mindeststandard" ab.Länder Seite 4