Der am Dienstag veröffentlichte "Sachsen-Monitor" fällt für Sachsens Ministerpräsidenten wenig schmeichelhaft aus. Stanislaw Tillich (CDU) bekommt von 58 Prozent der vom Institut Infratest dimap befragten 1000 Sachsen gute Noten. Das ist zwar immer noch eine Mehrheit - aber der am längsten amtierende deutsche Ministerpräsident ist Besseres gewohnt. Noch im Juni 2015 kam der 57-Jährige auf 65 Prozent Zustimmung. Es gebe da "auch eine Kluft zwischen dem, was ist und dem, was wahrgenommen wird", kommentiert Tillich das Ergebnis. Auch in Brandenburg verliert die Landesregierung an Popularität. Laut dem Brandenburg-Trend Mai 2016 sind gerade 54 Prozent zufrieden mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und seinem Team. Noch schlechter das Bild in Sachsen-Anhalt. Das Land, das im März der AfD einen fulminanten Wahlerfolg bescherte, kann mehrheitlich nicht viel anfangen mit der schwarz-rot-grünen Regierung von Reiner Haseloff (CDU). 55 Prozent sind laut Dienstag veröffentlichtem Sachsen-Anhalt-Trend unzufrieden.

Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit, wie sie der "Sachsen-Monitor" schwarz auf weiß bestätigte, hat auch der "Thüringen-Monitor" für das Nachbarland ermittelt. Dort finden 52 Prozent, dass die Bundesrepublik "in gefährlichem Maße durch Ausländer überfremdet" sei. In Sachsen sehen das 58 Prozent so. Zwei Drittel der Thüringer fordern zudem, dass Deutschland seine nationalen Interessen gegenüber dem Ausland energischer durchsetzen sollte.