„Gott sei Dank“ sei der Abbau von 50 000 Ausbildungsplätzen vorerst gestoppt worden. Grünen-Politikerin Astrid Günther Schmidt sah „zu Recht“ eine schmerzliche politische Niederlage für Flath. André Hahn von der Linkspartei, der die Debatte initiiert hatte, erklärte, der geplante Gesetzentwurf wäre eine existenzielle Bedrohung für freie Schulen in Sachsen gewesen. Neuregelungen für private Berufsschulen könne Flath auch per Verordnung ohne Gesetz klären. Wie sich Flath künftig verhält, um die Finanzierung freier Schulen neu zu ordnen, sagte er nicht. „Ich bin für Vorschläge offen.“
Sein Ziel war es unter anderem, die Förderung privater Berufsschulen wegen der bevorstehenden Halbierung der Schülerzahlen massiv zu kürzen. Die Pläne hatten auch für Zoff in der Koalition gesorgt. CDU-Fraktionschef Fritz Hähle erneuerte gestern die Kritik an SPD-Bildungspolitiker Martin Dulig, weil er im Fernsehen bereits ein Scheitern der Gespräche verkündet hatte, während noch verhandelt wurde.
Hähle räumte indes mögliche Mängel am Gesetz ein. Flath war auch an Widerständen aus den eigenen Reihen gescheitert.