Es seien be stehende Haftbefehle vollstreckt worden.
Der international agierenden Bande werde banden- und gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern, schwerer Menschenhandel und Zuhälterei vorgeworfen. Beamte der gemeinsamen Arbeitsgruppe Organisierte Kriminalität des LKA und des Bundesgrenzschutzamtes Frankfurt (Oder) hatten die Aktion im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) vorbereitet. Gestern durchsuchten die Ermittler neun Wohnungen und Firmen in Bayern, Berlin und Thüringen und beschlagnahmten umfangreiches Beweismaterial. Darunter befanden sich auch gefälschte Reisepässe und Rauschgift. Bargeld und Vermögen wurden eingezogen. Die Beschuldigten sollen über Jahre hinweg mehr als 100 Frauen aus Lettland und der Ukraine nach Deutschland eingeschleust haben. Zum Teil sollen die Frauen in Bordellen gegen ihren Willen zur Prostitution genötigt worden sein.
"Menschenhandel ist eines der schrecklichsten Verbrechen", sagte Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU). Er müsse strikt bekämpft werden. Der Aktion waren etwa dreijährige Ermittlungen von LKA und BGS vorausgegangen. (dpa/ta)