Dabei wurden mehr als 5700 verbotene Tonträger sichergestellt, wie das Polizeipräsidium Stuttgart, die Staatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt gemeinsam mitteilten. Gegen 20 Verdächtige aus Sachsen werde ermittelt.Bundesweit haben die Ermittler den Angaben nach rund 200 Objekte von mutmaßlichen Anhängern der rechtsextremen Szene durchsucht. Die Schwerpunkte der Razzia, an der etwa 800 Polizisten beteiligt waren, lagen neben Sachsen in Berlin und Nordrhein-Westfalen. Besonders viele CDs wurden zunächst in Bayern, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Sachsen gefunden.

Dabei wurden über 45 000 Tonträger mit rechtsextremen Inhalten sichergestellt. Zudem stellten die Ermittler über 170 Computer, etwa 180 externe Speichermedien und mehr als 60 Waffen sicher. An dem Einsatz waren etwa 800 Kräfte in allen Bundesländern beteiligt.

Die Ermittler waren bei Internetrecherchen im Jahr 2007 auf die Spur der 204 Beschuldigten gestoßen. Sie hatten damals eine Auktionsplattform entdeckt, auf der rechtsextreme Tonträger vertrieben wurden, die vor allem Jugendliche in ihren Bann ziehen sollten. Als Verantwortlicher gilt ein 34 Jahre alter Mann aus Baden-Württemberg.