Eine seit Ende August geltende EU-Verordnung schreibt fest, dass Schweinefleisch nach dem Schlachten ab sofort grundsätzlich immer mit einem aufwändigen chemischen Verfahren untersucht werden muss. Das betrifft damit jetzt auch Hausschlachtungen. Die Untersuchung dauert mehrere Stunden und kann nur in einem zugelassenen Labor durchgeführt werden.

Auf den Start der Schlachtsaison auf den Lausitzer Höfen sind die Veterinärämter sehr unterschiedlich eingestellt. "Sicher ist schon jetzt, dass sich der bisherige traditionelle Ablauf der Hausschlachtungen ändern muss, da bis zum Abschluss der Untersuchung auf Trichinellen eine Weiterverarbeitung oder das beliebte ,Hackepeter-Frühstück' nicht gestattet sind", heißt es beispielsweise aus dem Elbe-Elster-Kreis. Dort wird versucht, die Untersuchungslabore künftig auch an Sonnabenden zu öffnen. Trotzdem bleibt der Transport der Proben vom Hof zum Labor eine logistische Herausforderung.

Das Labor im Landkreis Dahme-Spreewald ist seit dieser Woche auch sonnabends geöffnet.

In den Laboren im Oberspreewald-Lausitz-Kreis wurden zusätzliche Untersuchungszeiten nur am Freitag eingerichtet.

Und im Spree-Neiße-Kreis hofft man noch auf ein bürokratisches Wunder. "Es bestehen . . . berechtigte Zweifel, ob die neue Vorschrift in dieser Schärfe für Hausschlachtungen in nationales Recht umgesetzt werden muss", heißt es in einer Antwort aus dem Forster Kreishaus.

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