März vorzulegende neue Unternehmens-Konzept zukunftsfähig sei und von Washington und Berlin akzeptiert werden könne, sagte Guttenberg am Mittwoch.Enge ZusammenarbeitWeder die US-Regierung noch die Bundesregierung seien weiter bereit, Milliarden in ein Unternehmen zu stecken, das dem internationalen Wettbewerb auf Dauer nicht gewachsen sei, sagte Guttenberg nach einem Treffen mit US-Finanzminister Timothy Geithner. Beide verabredeten eine enge Zusammenarbeit bei der Krisen-Bewältigung des GM-Konzerns. In einer Arbeitsgruppe sollen die Gespräche auf Spitzenebene verankert werden. Zudem will Guttenberg einen Koordinator installieren, der die Bemühungen um einen Investor für GM und die europäischen Töchter aufeinander abstimmen soll.Für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war die Reise Guttenbergs "sehr erfolgreich". Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte, die Bundesregierung werde jetzt in den nächsten Wochen weiter an einer Rettung von Opel arbeiten. Sie könne aber nicht Aufgaben des Konzern übernehmen. Die SPD erwartet schnelles Handeln von Guttenberg. Eine europäische Lösung für Opel könne nur durch "aktive Mitarbeit" der Bundesregierung erreicht werden, sagte der Parlamentarische SPD-Fraktions-Geschäftsführer Thomas Oppermann. FDP-Chef Guido Westerwelle bewertete die Reise mit den Worten: "Außer Spesen fast nichts gewesen." Guttenberg selbst zeigte sich mit den Gesprächen in New York und Washington "sehr zufrieden". "Der Hoffnungsschimmer für Opel ist wieder etwas heller geworden."Der Chef des GM-Europa-Ablegers, Carl-Peter Forster, und Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz warben am Mittwoch im Bundestag um die erhofften Milliarden-Staatshilfen. Aus einem Papier für die Abgeordneten geht hervor, dass Opel seine Probleme als Folge der Finanzkrise und mangelnder Kreditversorgung sieht. Auch hält sich das Unternehmen für die europäische Wirtschaft und Autoindustrie insgesamt für "systemrelevant". Interessierte InvestorenOpel strebt eine weitgehende Abkopplung des Europa-Geschäftes vom Mutterkonzern an und sucht Investoren. Vom Staat werden europaweit Hilfen von 3,3 Milliarden Euro für die nächsten zwei Jahre erhofft. In dem Papier erklärt Opel, es würden bereits Gespräche mit Investment-Banken als Investoren geführt. Laut Guttenberg gibt es sowohl aus dem Finanzsektor als auch aus der Industrie interessierte Investoren. Die Arbeitnehmervertretung von Opel forderte unterdessen, die Autos als Zugeständnis des Mutterkonzerns künftig weltweit vertreiben zu dürfen. dpa/cd