Am Freitagabend wollen die Schauspieler das wieder hergestellte Banner nun nach der ausverkauften Vorstellung von "Sonnenallee" gemeinsam mit dem Publikum auf der Grünfläche vor dem Großen Haus wieder aufstellen. "Wir werden nicht klein beigeben", kündigt der Schauspieler Rolf Gebert an. Er sei gespannt, wie viel Resonanz die Aktion beim Publikum findet.

Notfalls würde das Banner auch noch einmal erneuert. Die technischen Voraussetzungen, um das ohne großen Aufwand zu können, seien getroffen: "Wenn sich wieder jemand daran vergreift, wird vielleicht auch mal jemand gefasst."

Diese Aktion ist jedoch nicht das einzige Engagement der Künstler. Wie Gebert mitteilte, wurde eine Spendenaktion gestartet, um Geld zur Finanzierung eines Sprachkurses für Flüchtlinge zu sammeln. "Wir haben inzwischen über 2500 Euro zusammen und wollen 5000 Euro erreichen", so Gebert. Wie viele Flüchtlinge an dem so finanzierten Kurs teilnehmen können, werde davon abhängen, ob es gelingt, einen preiswerten Anbieter zu finden.

Schon vor der Spielzeitpause hatten die Schauspieler bei einer Lesung Geld gesammelt, um Flüchtlingskindern einen Theaterbesuch zu finanzieren. Diese Aktion zu wiederholen, ist nur eine der Ideen, die das Ensemble im Moment hat. Überlegt werde auch, eine Malaktion für Flüchtlingsfrauen im Kunstmuseum Dieselkraftwerk zu organisieren, ein Koch- und ein Kinderfest. Sammeln wollen die Schauspieler auch Wörterbücher, die nicht mehr benötigt werden, manchem Asylbewerber aber eine gute Hilfe sein könnten.