Schaulustige können die spektakuläre Aktion im niederschlesischen Walbrzych, auf deutsch Waldenburg, in Echtzeit verfolgen. "Es wird einen Livestream geben", sagte Christel Focken, Sprecherin der Schatzsucher dieser Tage.

Infos werde es auf der Webseite und bei Facebook geben. Mit ersten Ergebnissen rechnet das etwa 35-köpfige Team innerhalb von zwei Tagen nach Grabungsbeginn.

Richter und Koper hatten im vergangenen Jahr behauptet, mit einem Bodenradar einen deutschen Zug in einem unterirdischen Tunnel am Bahnkilometer 65 zwischen Breslau (Wroclaw) und Waldenburg entdeckt zu haben. Jahrzehntealten Gerüchten zufolge sollen Nazis damit Gold und andere Schätze vor der heranrückenden Sowjet-Armee in Sicherheit gebracht haben. Beweise fehlen bis heute. Die Schatzsucher aber sind sich ihrer Sache sicher. Sie erwarten, nicht nur auf die angebliche Kriegsbeute zu stoßen. Tausende Zwangsarbeiter könnten im Suchgebiet verschüttet worden sein, sagt Focken.

Im nahegelegenen Stollensystem "Projekt Riese" hatten die Nationalsozialisten Tausende KZ-Häftlinge arbeiten lassen, von denen viele starben. Die Stollenanlage wurde nie fertiggestellt.

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