Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, zeigte sich in einer am Samstag in Brüssel veröffentlichten Stellungnahme "ungeheuer enttäuscht". Die Antidiffamierungsliga (ADL) kritisierte die Entscheidung des polnischen Parlaments, keine rituellen Schlachtungen zuzulassen, als einen klaren Verstoß gegen die Religionsfreiheit und einen Schlag gegen die Zukunft der Juden in Polen. Ein nationalkonservativer Abgeordneter nannte die Reaktionen "hysterisch".

Die polnische Regierung hatte ursprünglich mit einer Gesetzesinitiative die Schächtung von Tieren in Schlachthöfen erlauben wollen. Sie erlitt aber eine Abstimmungsniederlage - auch weil Abgeordnete aus den eigenen Reihen die Gefolgschaft verweigerten.