Bereits einen Monat nach dem Bezug im November 2006 hätten 25 bis 30 Kollegen über Kopfschmerzen, Reizhusten, entzündete Augen und Nasenbluten geklagt, sagte Personalratschef Wolfgang Brede (55) der Zeitung. Dazu kam später noch ein fauliger Geruch. Dreimal untersuchten Experten den 13,6 Millionen Euro teuren Bau am Potsdamer Hauptbahnhof, berichtet die Zeitung. Der Berliner Gutachter Wolfgang Lorenz stellte nun fest, dass die Luftfeuchtigkeit stark erhöht ist, nämlich bis zu 82 Prozent. Aus der Fußboden-Dämmung werde die giftige Chemikalie Styrol in sehr hoher Konzentration freigesetzt. Zudem gehe durch die Feuchte vom Fußboden eine deutliche Geruchsbelästigung aus. Jetzt werden in 22 Räumen die Teppiche herausgerissen, der Estrich getrocknet. Die Kosten dafür betragen den Angaben zufolge 61 000 Euro. Personalrat Brede sagte: "Anfang März wissen wir, ob das reicht. Falls nicht, müssen Estrich und Dämmung entfernt werden, die Mitarbeiter raus." dpa/mb