Mithilfe der GPS-Navigation wüssten die Geräte stets, wo sich der Besucher befinde und führten ihn innerhalb von 60 bis 90 Minuten zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten des Parks.
"Wir wollen, dass der Nutzer mit Kopfhörern und Gerät versehen durch das Gelände flaniert", erklärt Projektleiter Andreas Wendt. Dafür bekomme der Besucher einen Audioguide mit Berührungsbildschirm und vier Navigationsknöpfen. Dieser sei sehr einfach zu bedienen, betont Wendt. Jeweils an der Historischen Mühle beginne der Rundgang. Vorher müsse das Gerät nur eingeschaltet und die GPS-Ortung gestartet werden. Dann erscheine ein Lageplan, der einem den jeweiligen Standort zeige.
Jeweils zwei bis drei Minuten dauern die Texte zu den Sehenswürdigkeiten im Park, wie den Weinbergterrassen oder dem Sizilianischen Garten. Die kurzen Geschichten werden aus der Perspektive König Friedrich Wilhelms IV., des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff oder des Hofgärtners Joachim Ludwig Heydert unterhaltsam gesprochen.
Ab heute stehen den Besuchern für einen Testzeitraum von einem Monat zehn Guides zur Verfügung. "Abhängig von der Resonanz werden wir natürlich weitere Geräte anschaffen", verspricht Dorgerloh. Er hoffe auf viele Kommentare der Nutzer, sodass gegebenenfalls die Führung noch verbessert werden könne. Teils seien die zu den Sehenswürdigkeiten eingespielten Fotos im Tageslicht schlecht zu erkennen, gibt Wendt zu.
Im Winter wird der Bildschirm des Gerätes noch wichtiger werden. Da viele der Skulpturen in der kalten Jahreszeit abgedeckt sind, sollen dann wenigstens Fotos zeigen, was sich hinter den Schutzhüllen verbirgt.
Die Geräte können für jeweils fünf Euro im Besucherzentrum an der Historischen Mühle ausgeliehen werden. Als Pfand verlangt die Stiftung einen Lichtbildausweis. Das Besucherzentrum hat in den Sommermonaten von 8.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.